Schweizer Skigebiete dominieren bei alpenübergreifender Gästezufriedenheitsstudie

Im Rahmen der renommierten Studie BEST SKI RESORT wurden knapp 40.000 Wintersportler zu 55 Top-Skigebieten aus fünf Nationen befragt. Der Gewinner heisst: Zermatt! Platz zwei belegt die Südtiroler Skiregion Gröden/Seiser Alm, den dritten Rang teilt sich Arosa Lenzerheide ex aequo mit dem Vorjahressieger Kronplatz (Südtirol). Weitere Top-Platzierungen im Gesamtranking: St. Moritz (5.) und Saas-Fee (7.). Dass gleich vier Schweizer Skigebiete in den Top 10 vertreten sind, untermauert die Dominanz der eidgenössischen Skidestinationen im alpenweiten Vergleich.

Größte Kundenzufriedenheitsstudie in den Alpen
Insgesamt wurden 39.795 Skifahrer und Snowboarder in 55 Skigebieten 
in Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz in 
der Wintersaison 2019/20 befragt. Davon haben sich exakt 10.642 
Personen direkt in Schweizer Skigebieten in über 20 Kategorien zu 
«Relevanz» und «Zufriedenheit» geäußert. Damit ist der BEST SKI 
RESORT Report branchenweit die umfangreichste, regelmäßig 
durchgeführte Kundenzufriedenheitsstudie im Alpenraum und liefert 
Urlaubern wie auch Entscheidungsträgern in den Regionen interessante 
Erkenntnisse über die Qualität der Skigebiete, die Zufriedenheit der 
Gäste sowie die wichtigsten Kriterien bei der Wahl des 
Wintersportortes.

Schweizer Skigebiete dominieren
Es ist ein Triumph auf ganzer Linie für die Walliser Skiregion: Nach 
seinen Siegen in den Jahren 2014 und 2016 erreicht Zermatt auch heuer
wieder den ersten Rang im Gesamtranking von BEST SKI RESORT, der 
umfangreichsten Kundenzufriedenheitsstudie zu Skigebieten im 
Alpenraum. Mit einem Gesamtscore von 8,63 (auf einer Skala von 1 bis 
10) liegt Zermatt deutlich an der Spitze. Gefolgt wird der heurige 
Gesamtsieger vom Zweitplatzierten Gröden/Seiser Alm (8,36), den 
dritten Platz teilen sich ex aequo Arosa-Lenzerheide (8,35) und der 
Gewinner von 2018, Kronplatz. Auch im 2020 erstmals angestellten 
"Overall"-Ranking 2012-2020 liegt Zermatts Skigebiet voran. Mit acht 
Kategoriensiegen im Jahr 2020 untermauert Zermatt seine hervorragende
Performance.

Schweizer «Sturmlauf» auf die besten Plätze
Doch damit sind die Schweizer Vertreter noch lange nicht fertig mit 
ihrem «Sturmlauf» auf die besten Plätze bei der zweijährig 
erscheinenden, größten Zufriedenheitsstudie im Alpenraum: St. Moritz 
schafft es 2020 gar in die Top 5 des Gesamt-Rankings und siegt in der
Kategorie Pistenqualität. Saas Fee behauptet sich wie in den Jahren 
2012, 2016 und 2018 abermals an der Spitze der Kategorie 
Schneesicherheit, einem bei Gästen naturgemäß als besonders wichtig 
erachteten Entscheidungskriterium.

Fazit: Top platziert sind auch heuer wieder jene Skigebiete, die in 
den vergangenen Jahren vorne lagen. Ein Beweis mehr, dass - trotz 
konstant hoher Zufriedenheitswerte - die Crème de la Crème der 
Skigebiete im Alpenraum bemüht ist, mit viel Engagement und 
entsprechenden Investitionen ihre Spitzenplatzierungen zu halten bzw.
auszubauen.

Auch in den Einzelkategorien stark: weitere Schweizer Vertreter
Die Aletsch Arena - mit dem grössten Gletscher der Alpen - ist auch 
diesmal Kategorien-Sieger in den Bereichen Ruhe & Erholung sowie Rent
& Service. So wie in jeder Wertung seit 2012 dominiert Laax auch 
heuer wieder die Kategorie Fun- & Snowboardparks. Eine Besonderheit 
ergibt sich daraus für dieses Mekka der Snowboarder, denn nur wenigen
Top Skigebieten gelang es bislang, eine Auszeichnung in einer 
bestimmten Kategorie fünf Mal hintereinander zu gewinnen. Last but 
not least: Grächen gewinnt die Kategorie Mittlere Skigebiete. Auf 
einem Sonnenplateau gelegen und offenkundig bei qualitätsbewusstem 
Klientel beliebt, erreicht Grächen auch heuer Spitzenwerte in gleich 
mehreren Kategorien. Speziell im Bereich des Kinder- und 
Familienangebotes verzeichnen die Walliser sehr gute 
Zufriedenheitswerte. Studienautor Michael Partel attestiert den 
Schweizern konstanten Erfolg:

«Einige unsererseits als Top Skigebiete der Schweiz definierte 
Gebiete sind seit Jahren immer im Spitzenfeld des Gesamt-Rankings zu 
finden. Ein Beweis dafür, dass diese Gebiete einem sehr erfolgreichen
und konsequenten Prozess der permanenten Weiterentwicklung verfolgen.
Die Herausforderungen werden in Zukunft nicht geringer, aber die 
Ausgangsbasis auch weiterhin im Wettbewerb erfolgreich zu sein, ist 
sicher eine sehr gute, zumal man auch beim 'Befüllungsgrad' (also 
jenem Anteil an Gästen, die meinen, dass zu viele Leute im Skigebiet 
sind) mit 32,4 % in der Schweiz weitaus am niedrigsten im Vergleich 
zu den anderen Ländern liegt. Künftig wird das ein noch wichtigerer 
Entscheidungsfaktor bei der Wahl des Wintersportes werden.»

Achtungserfolge für Österreich und Südtirol
Auch angesichts der Dominanz seitens der Schweizer Vertreter bleiben 
einige Top-Platzierungen österreichischer und italienischer 
Skiregionen zu nennen: Beim wichtigsten Entscheidungskriterium - der 
Skigebietsgröße - punktet beispielsweise das Dolomiti-Superskigebiet 
Alta-Badia. Besonders beliebt bei Familien ist und bleibt 
Serfaus-Fiss-Ladis in Österreich - auch 2020 liegt dieses Tiroler 
Skigebiet auf Platz 1 in der Kategorie Kinder- und Familienangebot. 
Ischgl im Paznaun (Tirol) kann sich erstmalig im Bereich 
Beförderungskomfort durchsetzen und platziert sich zudem in den Top 
10 im Gesamtranking. Ein "Dauerbrenner" mit Bestwerten ist auch 
Sulden am Ortler in Südtirol. Als Sieger im Bereich 
Preis-Leistungsverhältnis punktet diese Region offenbar bei den etwas
preisbewussteren Wintersportlern - seit 2012 zum fünften Mal in 
Folge!

Laut Studie bieten die österreichischen Skigebiete mit einem 
Durchschnittswert von 8,27 den höchsten Beförderungskomfort, vor den 
italienischen und Schweizer Skigebieten. Die Wintersportdestinationen
Mayrhofen, Schladming, Serfaus-Fiss-Ladis und Gurgl platzieren sich 
im Bereich Freundlichkeit in den Top 10. Mit Ischgl, Mayrhofen, 
Sölden, Serfaus-Fiss-Ladis, Snow-Space, Obertauern und Schladming 
dominieren gleich sieben Österreicher die Kategorie Spaß & 
Unterhaltung.

Langfristige Betrachtung: Studie zeigt klare Trends auf
Seit 2012 wird die Befragung BEST SKI RESORT alle 2 Jahre 
durchgeführt. Für die Ergebnisse 2020 wurden im Winter 2019/20 - noch
vor Corona - knapp 40.000 Wintersportler in 55 Skigebieten befragt. 
Aus den nunmehr fünf Einzelstudien aus den Jahren 2012-2020 kann 
erstmals eine Trendanalyse in Form eines 5-Perioden-Vergleichs 
angestellt werden. Diese macht langfristige Entwicklungen und 
Tendenzen sichtbar und verfügt zudem über eine gute Aussagekraft über
die kontinuierliche Weiterentwicklung der einzelnen Skigebiete.

Die Gesamtzufriedenheit ist im Zeitraum 2012 bis 2020 um 2,9 % 
gestiegen. Bemerkenswert im Vergleich der fünf Studien ist dabei, 
dass die Zufriedenheit in den jeweils als Top 10 bewerteten 
Skigebieten mit 4,0 % stärker gestiegen ist als der Durchschnittswert
der 55 Top-Skigebiete. Dies bedeutet, dass die Top-Platzierten (die 
quasi ohnehin schon Spitzenleistungen erbringen) intensiver darum 
bemüht sind, sich qualitativ ständig weiterzuentwickeln, als der Rest
des Feldes. Bei der Relevanz der Kriterien, nach der die Befragten 
ihre Bewertungen gewichten, zeigen sich übrigens konstante 
Entwicklungen: 2020 zählen nach wie vor die Skigebietsgröße, 
Schneesicherheit, Pistenqualität, die Klasse der Unterkunft/Hotels 
sowie Beförderungskomfort zu den fünf wichtigsten 
Entscheidungskriterien für Urlauber bei der Wahl der Skiregion.

Hohe Qualität der Studie
Laut Studienbegleiter Prof. Dr. Kurt Matzler von der Universität 
Innsbruck/Bozen hat die seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführte 
Studie gerade auch in der Forschung Resonanz erzeugt. Das aufwändige 
Studiendesign, die großen Stichproben und die bewährten Auswertungs- 
und Darstellungsmethoden garantieren eine hohe Qualität der Daten und
Studienergebnisse.

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