Aktuell Woche 7

Das Flugjahr 2019: Passagiere erwarten Rekord-Verspätungen

 

2019 werden mehr Passagiere von Flugverspätungen und -ausfällen betroffen sein, als im vergangenen Rekordjahr 2018. Das weltweit führende Fluggastrechte-Portal, AirHelp, erwartet global bis zu zwei Milliarden Passagiere, die von Problemflügen betroffen sein werden. AirHelp Fluggastrechte-Experte für die Schweiz Philippe Strässle zur Prognose:

„Fluggäste müssen sich dieses Jahr auf mehr Flugverspätungen und -ausfälle während ihrer Reisen einstellen als jemals zuvor. Wir erwarten, dass weltweit bis zu zwei Milliarden Passagiere von einem Problemflug betroffen sein werden." 

 

Strässle sieht die Probleme bei den Airlines und Flughafenbetreibern: 

„Die aktuell bereits dramatische Lage wird sich für Passagiere voraussichtlich durch den ungewissen Ausgang des Brexit sowie neue Streiks bei Flughafen- und Airline-Personal weiter verschlechtern. Doch auch die unzureichende Infrastruktur an den meisten europäischen Flughäfen und der Mangel an Piloten sowie Fluglotsen werden sich negativ auf die Pünktlichkeit der Luftfahrtgesellschaften auswirken. Um dies zu verhindern, müssen die Airlines und Flughafenbetreiber daher umgehend stärker in interne Prozesse investieren. So könnten die Flughäfen durch zusätzliche Landebahnen oder internationale Terminals an den sonst regionalen Flughäfen die Abläufe beschleunigen. Die Fluggesellschaften sollten die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen ihrer Angestellten deutlich verbessern, um dem künftig erwarteten Personalmangel und weiteren Streiks entgegenzuwirken.”  

In der Schweiz erwartet er einen starken Anstieg an Problemen für Passagiere:

„Auch der Schweizer Luftraum bleibt von diesen Entwicklungen nicht verschont. Für die bereits überlastete Flugbranche wird dies zu massiven Problemen führen – zum Leidwesen der Passagiere. Für 2019 rechnen wir in der Schweiz mit über sieben Millionen Passagieren, die von Flugverspätungen und -ausfällen geplagt werden. Das sind rund 300.000 mehr als noch im Rekordjahr 2018. 

Betroffene Fluggäste sollten angesichts des Chaos in der Flugbranche jedoch nicht kapitulieren, sondern ihr Recht auf Entschädigung unbedingt einfordern. Nur so wird in der Branche ein Umdenken zugunsten der Reisenden stattfinden. Bei AirHelp kämpfen wir dafür, dass Passagiere sich ihrer Rechte besser bewusst werden und setzen diese wenn nötig auch vor Gericht für sie durch.” 

 

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